Woran erkenne ich illegale Coupons?

Die Frage, welche im Titel dieses Beitrags steht, bekommen wir öfters gestellt. Deshalb wollen wir einen kleinen Guide für die User zusammenstellen. Vorab sei hierbei jedoch gesagt, dass dieser Guide nicht alle Eventualitäten abdecken kann (ja, manche Leute sind sehr kreativ beim Kopieren und Verteilen von Coupons). Für 98% aller Fälle sollten sich aber mit dieser kleinen Anleitung legale von illegalen Coupons unterscheiden lassen.

Um einen Coupon als legal oder illegal einstufen zu können bedarf es nur weniger Schritte:

Die Internetadresse

Normalerweise werden Coupons nur von einer Handvoll Seiten im Internet angeboten – dies sind sowohl direkt die Hersteller (der Coupon ist direkt auf der Hersteller- bzw. auf der Marken- / Produktseite zu finden), spezielle „Kundenclubs“ der Hersteller / Marken (wie z. B. Henkel Lifetimes oder der Nestle Babyclub), die Einzelhandelsmarken (der Coupon ist direkt über die Webseite des Einzelhändlers wie z. B. Müller oder Rossmann zu beziehen) oder renommierte Anbieter, welche Coupons im Auftrag der Hersteller / Marken den Kunden zum Ausdrucken zur Verfügung stellen (z. B. Couponplatz).

Zu diesen Internetadresse gesellen sich noch weitere Seiten, welche den Usern Coupons zugänglich machen. Dazu zählen Schnäppchenblogs, Couponseiten (wie auch unsere Seite hier), Foren oder Gruppen in den sozialen Netzwerken. Diese bieten den Coupon nicht direkt an sondern berichten darüber und leiten die User auf die Webseite mit den Coupons um. Wenn dort über einen Coupon berichtet wird und man auf die Seite mit den Coupon geleitet wurde, hilft es einen kurzen Vergleich zwischen der Internetadresse und dem Coupon zu machen. Ist es eine Seite, die von einem Hersteller, einer Marke, einem Einzelhändler oder ein renommierter Anbieter? Dann sollte alles passen und Ihr könnt euch den Coupon ohne Bedenken herunterladen bzw. ausdrucken.

Internetadresse_CouponsEntdeckt Ihr in der Adresszeile eures Browsers aber eine ganz andere Adresse, speziell eine Adresse eines One-Click-Hosters / Sharehosters (Dies sind Dienste, die das Speichern und Bereitstellen von Daten im Internet anbieten – meist auch ohne Anmeldung, sprich anonym.) solltet Ihr stutzig werden. Kein Hersteller oder sonstiger Anbieter würde auf die Idee kommen, seine Coupons mit solchen Diensten anzubieten – man hat nach dem Hochladen keinerlei Kontrolle mehr über die Daten, kann diese nicht mehr löschen, kann nicht einsehen wie oft der Coupon ausgedruckt wurde und hat noch weitere Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Wenn ein Hersteller / eine Marke einen Coupon anbietet, dann möchten diese Unternehmen auch sehen, was mit diesem Coupon geschieht, es wird gemessen wie erfolgreich diese Art der Werbung ist und es muss natürlich noch ein Vergleich zwischen der Anzahl der ausgedruckten Coupons und die Menge der Einlösungen gezogen werden – für den Couponanbieter geht es natürlich ums Geld.

Das Impressum

Auch hier können wir einen klaren Indikator finden – jede Internetseite (bis auf ganz wenige Ausnahmen) benötigt ein Impressum. Ist auf der Seite ein Impressum zu finden und passt das Impressum bzw. die Angaben im Impressum und der angebotene Coupon inhaltlich zusammen sollte alles passen. Fehlt das Impressum sollte man stutzig werden, speziell in Kombination mit dem Anbieten von Coupons auf Sharehostern. Den Betreibern solcher Seiten ist natürlich bewusst was sie da machen, entsprechend versuchen sie natürlich nicht bekannt zu werden.

Die Herkunft der Coupons

Neue Coupons machen innerhalb der Couponing-Szene recht schnell die Runde – sei es auf Couponseiten, Foren oder Gruppen in den sozialen Netzwerken. Dort bekommt man auch sehr schnell heraus, wo es die Coupons gibt. Ist es ein Coupon, welcher legal ausgedruckt werden kann, ist alles in Ordnung. Ist es jedoch ein Coupon, welcher nur an den Regalen innerhalb der Geschäfte, in Prospekten oder per Post von den Herstellern zu bekommen ist und man bekommt diesen plötzlich als Download angeboten sollte man das ganze hinterfragen.

Der Text auf den Coupons

Auf den Coupons selbst sind immer Bedingungen zum Einlösen zu finden. Steht dort z. B. „Dieser Online-Coupon … und auch als Schwarz-Weiß-Ausdruck gültig“ kann man davon ausgehen, dass dieser Online zu beziehen ist und man sich diesen Ausdrucken kann (hier bitte dann mit der Internetadresse vergleichen). Sind jedoch Sätze wie z. B. „Dieser Coupon ist nur im Original gültig“ zu finden, sind Kopien und Scans illegal und somit auch die von diesem Coupon im Internet angebotenen Vervielfältigungen.

Coupons lassen sich ja aber nicht nur ausdrucken – man kann sie ja auch tauschen. Mithilfe dieser Sätze kann man auch bereits ausgedruckte / vervielfältigte Coupons von Originalen unterscheiden. Die meisten Privatpersonen drucken auf einem Papier welches sich sowohl von der Optik wie auch der Haptik von den Originalen Coupons unterscheidet. Wenn man mal einen Ausdruck und einen Original-Coupon in die Hand nimmt, kann man sowohl einen Unterschied im Papier spüren wie auch am Druckbild sehen.

Die Optik / Das Druckbild

Coupons

Vergleich Legale Illegale Coupons

Hat man den Coupon geöffnet, kann man einen weiteren Test bzgl. der Legalität des Coupons machen – man muss ihn nur vergrößern. Ab einer Vergrößerung von mehreren 100% kann man meist einen enormen Unterschied feststellen.

Coupons, welche legal angeboten werden, werden allesamt digital erstellt. Dies bedeutet, dass bei der Erstellung des Coupons hochauflösende und vektorbasierte Daten zur Verfügung stehen. Dies hat zur Folge dass sich z. B. Schriften endlos skalieren lassen ohne das es unscharf wird. Auch farbige Flächen und Logos sind scharf dargestellt. Ist dies der Fall, scheint der Coupon legal zu sein (hierbei ist besonders auf die Internetseite zu achten – wird ein Coupon, welcher sich legal ausdrucken lässt, auf einer anderen Internetseite angeboten oder direkt als PDF Datei, behält der Coupon diese Eigenschaften bei. Da diese Coupons jedoch nicht auf anderen als die vom Herausgeber festgelegten Seiten verbreitet werden dürfen, sind diese Coupons auch illegal.)

Vergrößert man jedoch einen eingescannten Coupon sieht man unscharfe Schriften und Bilder und Logos, generell wirkt alles etwas ausgewaschen. Dies ist technisch bedingt, da der Druck mehrere Farben miteinander mischt. Mit bloßem Auge ist dies nicht zu erkennen, ein Scanner ist jedoch so fein, das man diese Farbzusammensetzungen erkennen kann. Um den Unterschied mal zu verdeutlichen, zeigen wir euch vier Bilder – einen Original Coupon mit einer Vergrößerung von 720%, einen eingescannten Coupon mit einer Vergrößerung von 300%, eine Farbfläche eines Original-Coupons mit einer Vergrößerung von 1000% und eine Farbfläche eines eingescannten Coupons mit einer Vergrößerung von 530%. Der Original-Coupon stellt die Logos immer noch sehr gut dar, der gescannte bei weitaus weniger Vergrößerung schon nicht mehr. Auch die Farbfläche sollte gleichmäßig und eben sein – beim gescannten Coupon ist dies nicht der Fall.

Fazit

Um den ganzen Text kurz zu fassen, haben wir hier für euch nochmal eine kleine Checkliste:

  1. Stimmen die Internetadresse und der Coupon inhaltlich überein?
  2. Hat der Anbieter ein Impressum und falls ja, stimmt dies inhaltlich mit dem Coupon überein?
  3. Wo gibt es den Coupon?
  4. Was steht auf dem Coupon?
  5. Wie fühlt sich der Coupon an?
  6. Wie ist das Druckbild?

Mit diesen Tipps könnt Ihr ganz einfach testen, ob der angebotene Coupon legal ist oder nicht. Solltet ihr euch danach immer noch nicht schlüssig sein, fragt uns einfach. Wir und die User unseres Forums helfen euch gerne weiter.

 

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